Logo Dr. Kristin Endres MSc Zahnarzt Darmstadt

Aufbereitungstechniken

Aufbereitungstechniken

Was ist das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung?

  • Entfernung von Bakterien, entzĂŒndeter oder abgestorbener Pulpa aus der Pulpahöhle und den KanĂ€len
  • AusfĂŒllen der WurzelkanĂ€le mit einem gewebefreundlichen, dichten, homogenen Material
  • Verhinderung des Übertritts von Bakterien in den Kieferknochen
  • Ausheilung von bereits bestehenden EntzĂŒndungen an der Wurzelspitze

Die 7 Schritte zu einer erfolgreichen Wurzelbehandlung:

  1. ZunĂ€chst muß eine Röntgenaufnahme des betreffenden Zahnes angefertigt werden, um festzustellen,
    ob eine Wurzelkanalbehandlung ĂŒberhaupt indiziert oder durchfĂŒhrbar ist.
  2. Danach muß der Zahn mittels eines Gummituches, dem sogenannten Kofferdam, isoliert werden. Er verhindert, daß mit dem Speichel weitere Bakterien in die Pulpahöhle gelangen; zudem schĂŒtzt er Sie vor dem Verschlucken der desinfizierenden SpĂŒlflĂŒssigkeit oder der sehr feinen Instrumente.
  3. Hat der Zahnarzt sich einen direkten Zugang zur Pulpa geschaffen, wird der entzĂŒndete oder abgestorbene Nerv aus dem Zahninneren entfernt. Falls notwendig, kann der Zahn vorher betĂ€ubt werden. Eine Wurzelkanalbehandlung ist daher in der Regel schmerzfrei.
  4. Nun werden vom Behandler kleine, flexible Feilen die aus einer Titanlegierung bestehen  in den bzw. in die WurzelkanĂ€le eingefĂŒhrt und anhand von Röntgenaufnahmen deren Sitz und Lage im Kanal sowie die GesamtlĂ€nge des Zahnes bestimmt
  5. Die WurzelkanĂ€le werden nun bis zur Wurzelspitze mit diesen zierlichen, biegsamen Instrumenten gesĂ€ubert, per Hand oder maschinell und erweitert. Dieses kann je nach Anzahl und Form der WurzelkanĂ€le ein sehr zeitaufwendiger Arbeitsgang sein und sich ĂŒber mehrere Termine erstrecken, besonders dann, wenn es sich um stark gebogene oder enge WurzelkanĂ€le handelt.
  6. Da trotz grĂŒndlicher SĂ€uberung in den KanĂ€len noch lebende Bakterien verbleiben können, plaziert der Zahnarzt nach jeder Behandlung ein antibakteriell wirkendes Medikament. Dieses Mittel verbleibt mit einer provisorischen FĂŒllung verschlossen bis zur nĂ€chsten Sitzung im Wurzelkanal.
  7. Bei der abschließenden Sitzung werden die erweiterten und gesĂ€uberten WurzelkanĂ€le mit einem zementĂ€hnlichen Material sowie mit Guttaperchaspitzen gefĂŒllt bis der Kanal homogen abgefĂŒllt ist  ("Laterale Kondensation"). Bei einem anderen Verfahren, der "Thermafil-Methode" besteht die FĂŒllung aus einem biovertrĂ€glichen Stift, ummantelt mit Guttapercha, einem elastischen Naturmaterial. Dieser Guttaperchastift wird erwĂ€rmt, dadurch fließfĂ€hig und verteilt sich im gesamten Kanalsystem, auch in den feinen SeitenkanĂ€len. Durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert der Behandler nun noch einmal die Dichtigkeit und LĂ€nge der erfolgten WurzelkanalfĂŒllung.