Logo Dr. Kristin Endres MSc Zahnarzt Darmstadt

GBR/GTR

Guided tissue regeneration (GTR) / guided bone regeneration (GBR)

Bei dieser Technik handelt es sich um ein Verfahren, welches übersetzt als gesteuerte Geweberegeneration bezeichnet wird. Diese Behandlung wird zur Therapie einer Parodontitis angewendet, also einer Entzündung des Zahnhalteapparates.

Durch das Einpflanzen einer so genannten Membran wird die Neubildung der im Zuge der Erkrankung verloren gegangenen Gewebe gesteuert und kontrolliert.
Durch das Einlegen dieser Membran zwischen dem Zahnfleischlappen und der Wurzeloberfläche zur Vermeidung des Kontaktes des Bindegewebes mit der Wurzeloberfläche wird das Tiefenwachstum der Zahnfleischzellen verhindert.
So können Zellen aus der Wurzelhaut auf die Wurzeloberfläche gelangen und das parodontale Gewebe kann sich wieder regenerieren.

Welche Ziele können durch GTR erreicht werden?

Hauptziel der gesteuerten Geweberegeneration ist die Wachstumsförderung geschädigter Gewebe des Zahnhalteapparates 

  • Verlangsamung des Schleimhautwachstums
  • Anregung zur Neubildung von Wurzelhaut und Wurzelzement
  • Anregung zur Knochenneubildung
  • Verminderung der Taschentiefe
Zahnfleischkorrektur - Rezessionsdeckung - plastische Parodontalchirurgie

Was sind Rezessionen?

Eine Rezession entsteht durch eine entzündungsfreie Rückbildung des Zahnfleisches. Dadurch liegen Zahnhälse frei oder es entstehen unschöne Lücken zwischen den Zähn

Diese Rezessionen können durch unterschiedliche Faktoren entstehen 

  • Zahnfleischrückgang durch Parodontitis
  • Falsches Zähneputzen
  • Verletzungen
  • Zahnfehlstellungen

Wozu dient Rezessionsdeckung?

Die Rezessionsdeckung dient der Wiederherstellung einer natürlichen Ästhetik.
Durch sich zurückziehendes Zahnfleisch wirken die Zähne lang und es entstehen große, hässliche Lücken zwischen ihnen.
Die Rezessionsdeckung zählt zu der plastischen Parodontaltherapie, wobei jedoch neben der verbesserten Ästhetik auch andere Erfolge zu verzeichnen sind. Ehemals freiliegende Zahnhälse, die sehr empfindlich waren, werden durch neues Zahnfleisch geschützt und Wurzelkaries kann verhindert werden.

Je nach Situation gibt es folgende Möglichkeiten der Rezessionsdeckung  mit 

  • Membrantechnik
  • Bindegewebstransplantaten
  • freies Schleimhauttransplantat

...Ihr Nutzen?

Zieht sich das Zahnfleisch zurück, verschlechtert sich unweigerlich die Ästhetik.
Dies muss jedoch kein Dauerzustand sein.

Mittels Rezessionsdeckung kann die natürliche Ästhetik wieder hergestellt werden, was Ihnen mehr Ausstrahlung, Lebensfreude und Vitalität verleihen wird.

Antibiotikabehandlung

Eine antibiotische Zusatztherapie kommt nur in Ausnahmefällen zu tragen. Ein Großteil der Erkrankungsformen kann mit konservativen Methoden therapiert werden. Spezielle Keimformen oder Keimspektren sollten jedoch medikamentös zusatztherpiert werden. Man unterscheidet hierbei die lokale Applikation bzw. die systemischen Gabe. Die lokale Applikation ist vorwiegend bei punktuellen oder rezidivierenden Bereichen sinnvoll, die systemische Gabe sollte immer dann in Erwägung gezogen werden, eine Besiedelung mit bestimmten Keimen (aac) nachgewiesen wurde.

Antibiotikabehandlung - Antibiotikazufuhr bei Zahnfleischerkrankungen

Eine  Standardtherapie bei akuten, aggressiven Parodontalerkrankung stellt der sog.  Winkelhoff-Cocktail dar nach van Winkelhoff

Kombination von Amoxicillin und Metronidazol, : 3 x 375-500 mg/d Amoxicillin &
3 x 250-500 mg/d Metronidazol über 8 Tage

Markerkeimtest

Mit Hilfe des DNS-Testverfahrens können die für die Parodontitis verantwortlichen Bakterienarten identifiziert werden.

Wie wird der Test durchgeführt?

Der Test ist völlig schmerzfrei und schnell durchzuführen. Mit Hilfe von Papierspitzen werden Proben aus Ihren Zahnfleischtaschen entnommen. Dazu werden die Papierspitzen für etwa 20 Sekunden in den Taschen belassen, wo sie sich mit Flüssigkeit und den darin befindlichen Bakterien voll saugen. Diese Proben werden dann in einem Labor gentechnisch untersucht. Dabei wird gezielt nach den Markerkeimen oder nach Teilen ihrer Erbsubstanz, der DNS, gesucht. In der Regel werden zunächst drei Bakterienarten untersucht. Sind diese eindeutig vorhanden, können bis zu fünf weitere Bakterien mittels DNS-Sondentest nachgewiesen werden.

Es gibt also insgesamt acht Markerkeime, bei deren Anwesenheit ein erhöhtes Parodontitis-Risiko besteht.

Wozu dient der Test?

Anhand der Testergebnisse ist der Zahnarzt in der Lage, eine beginnende Parodontitis frühzeitig zu erkennen und durch gezielte Therapiemaßnahmen die Erkrankung am Fortschreiten zu hindern.

Auch wenn noch keine eindeutigen Anzeichen einer Parodontitis vorliegen kann der Test die Markerkeime bereits nachweisen und Sie somit vor Schäden einer Parodontitis bewahren.
Je länger eine Parodontitis besteht, desto schwieriger und langwieriger ist die Therapie.
Bei rechtzeitigem Erkennen und mit Hilfe vorbeugender Maßnahmen können schmerzhafte Behandlungen und Operationen sowie Zahnverluste weitestgehend vermieden werden.

Ihr Nutzen...

Der DNS-Test bietet Ihnen die Möglichkeit, eine Parodontalerkrankung frühzeitig zu erkennen und somit am weiteren Verlauf zu hindern.

Durch Parodontitis bedingter Zahnfleisch- und Knochenschwund führt zu einer stark verminderten Ästhetik, gefolgt von Zahnverlusten und teils schmerzhafter Therapie.
Ein einfacher Test reicht aus, um dies zu verhindern und Ihr Lächeln noch bis ins hohe Alter strahlend schön zu erhalten.

Ultraschalltherapie
 
Das zweite, wesentlich schonungsvollere und schmerzärmere Verfahren stellt die Reinigung mit hauchdünnen Ultraschallaufsätzen dar.

Hierzu werden die Zähne und das entsprechende Zahnfleischareal mit lokaler Anästhesie betäubt. Durch die Computersteuerung ist der häufig gefürchtete Einstich und die Abgabe des Anästhetikums kaum noch zu spüren.

Die anschließende Behandlung mittels  Ultraschallverfahren ist dem handinstrumentellen Verfahren von früher und dem chirurgischen Verfahren deutlich überlegen.

Leider wird jedoch diese schonungsvolle Methode von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Die privaten Krankenkassen übernehmen in aller Regel die anfallenden Kosten.